Ohne die richtigen Keywords bleibt selbst die beste Website unsichtbar. Doch welche Suchbegriffe sind es wert, dass du Zeit und Budget investierst? Diese Anleitung zeigt dir, wie du mit einer sauberen Keyword-Recherche die Begriffe findest, nach denen deine Wunschkunden wirklich suchen — auch mit kleinem Budget.
Keyword-Recherche ist der Prozess, mit dem du herausfindest, welche Begriffe und Fragen deine Zielgruppe bei Google, Bing und zunehmend auch in KI-Suchen wie ChatGPT eingibt. Es geht nicht darum, möglichst viele Wörter zu sammeln, sondern die Begriffe zu identifizieren, die drei Kriterien erfüllen: ausreichendes Suchvolumen, realistische Ranking-Chancen und klare Kaufabsicht oder Informationsbedarf, der zu deinem Angebot passt.
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist dieser Schritt entscheidend: Du hast weder die Budget-Power noch die Domain-Autorität, um für jeden beliebigen Begriff zu ranken. Du musst die richtigen Begriffe auswählen — solche, die dir echte Anfragen bringen, statt nur Eitelkeits-Traffic. Eine saubere Keyword-Recherche spart dir später Monate an Korrekturarbeit und verhindert, dass du Inhalte für Suchanfragen schreibst, die niemand stellt.
Bevor du ein Tool öffnest, brauchst du eine Liste von Grundbegriffen — sogenannte Seed-Keywords. Diese kommen direkt aus deinem Alltag und deinem Angebot. Setz dich 20 Minuten hin und notiere:
Am Ende sollten 20 bis 40 Seed-Keywords auf deiner Liste stehen. Diese Liste ist noch nicht fertig — sie ist das Rohmaterial, mit dem du in Schritt 2 arbeitest.
Deine Seed-Liste füttert jetzt ein Keyword-Tool, das dir Suchvolumen, verwandte Begriffe und den Wettbewerb zeigt. Du musst nicht sofort ein Profi-Abo abschließen — mit den richtigen kostenlosen Alternativen kommst du überraschend weit.
Sobald du regelmäßig Content planst, lohnt sich ein Profi-Tool wie Ahrefs, Sistrix oder SEMrush. Du bekommst verlässliche Volumen, genauere Difficulty-Werte, Konkurrenz-Analysen und Verlaufsdaten. Für die meisten KMU reicht ein monatlicher 100-€-Plan — die Zeitersparnis rechtfertigt die Investition bereits nach dem zweiten gut rankenden Artikel.
Jedes Keyword bekommt jetzt zwei Werte: das monatliche Suchvolumen und die Keyword Difficulty (KD) — meist auf einer Skala von 0 bis 100. Als Faustregel für KMU-Websites mit geringer Domain-Autorität:
Ebenso wichtig: schaue dir nicht nur das Hauptkeyword an, sondern das Traffic-Potenzial. Ein Begriff mit 200 Suchen im Monat kann 2.000 Besucher bringen, wenn der dazugehörige Artikel für Dutzende verwandter Longtail-Keywords mit rankt. Tools wie Ahrefs zeigen das als „Traffic Potential" — ein stark unterschätzter Wert.
Das ist der Schritt, an dem die meisten KMU scheitern. Suchvolumen alleine reicht nicht — entscheidend ist, was Google glaubt, dass der Suchende wirklich will. Es gibt vier klassische Intentionen:
So prüfst du die Intention: tippe das Keyword bei Google ein und schau dir die Top 10 an. Sind es Ratgeber-Artikel? Produktseiten? Vergleichs-Listen? Wenn alle Treffer Listen sind, wird deine Produktseite für dieses Keyword nie ranken — egal wie gut sie ist. Passe dann entweder deinen Content-Typ an oder wähle ein anderes Keyword.
Aus 200 gesammelten Keywords werden jetzt 15 bis 25 Themen-Cluster. Gruppiere Begriffe, die dieselbe Suchintention und überlappende Unterthemen haben, zu einem Cluster. Pro Cluster entsteht später ein Pillar-Artikel, der alle Varianten abdeckt — das ist weit effizienter, als für jedes Keyword eine eigene Seite zu bauen.
Priorisiere danach nach drei Fragen: Wie hoch ist das Traffic-Potenzial? Wie nah ist das Keyword an der Kaufentscheidung? Und wie realistisch ist das Ranking? Die Schnittmenge aus „hoher Traffic, hohe Kaufnähe, niedrige Difficulty" ist dein Top-1-Thema für die nächsten vier Wochen.
Für KMU mit regionalem Fokus — Handwerk, Gastronomie, Beratung, Dienstleistung — liegt das größte Potenzial in lokalen Keywords. Das sind Begriffe wie „Steuerberater Karlsruhe", „Fliesenleger Durlach" oder „Webdesign Baden-Württemberg". Sie haben oft geringeres Volumen, aber astronomisch höhere Conversion-Raten, weil die Suchenden konkret in deiner Region einen Anbieter brauchen.
Drei Wege, um lokale Keywords zu finden: Erstens, kombiniere jedes deiner Seed-Keywords mit Ortsnamen (Stadt, Stadtteil, Region). Zweitens, prüfe in Google Maps, welche Suchbegriffe dort Ergebnisse liefern. Drittens, nutze die Google Search Console: wenn du schon Traffic aus einer Region bekommst, siehst du dort, für welche regionalen Begriffe deine Seite bereits gefunden wird. Mehr zum Thema findest du in unserem Guide zur lokalen SEO-Optimierung.
Nehmen wir einen Sanitär- und Heizungsbetrieb mit Sitz in Karlsruhe-Durlach. Die Seed-Liste nach 20 Minuten Brainstorming: „Heizung", „Sanitär", „Wärmepumpe", „Badsanierung", „Rohrbruch", „Notdienst". Im Google Keyword Planner und mit Ahrefs ergeben sich folgende konkrete Chancen:
Aus diesen fünf Kandidaten entsteht ein Redaktionsplan für die nächsten drei Monate: Zuerst der Notdienst (hohe Kaufnähe), dann Badsanierung und Heizung wechseln als Ratgeber, schließlich die Förderungs-Seite mit klarem Lead-Magneten. Statt blind Blogartikel zu produzieren, läuft jeder Inhalt auf ein Business-Ziel ein. Wenn du deine Keyword-Strategie in echten Umsatz übersetzen willst, hilft unser Leitfaden zu SEO-Texten, die wirklich konvertieren.
Eine gute Keyword-Recherche ist das Fundament, aber kein Ergebnis. Jetzt kommt der eigentliche Wert: aus der Recherche werden Inhalte, aus Inhalten Rankings, aus Rankings Anfragen. Wenn du diesen Zyklus systematisch aufsetzt, wird deine Website zum verlässlichsten Vertriebskanal deines Unternehmens. Weitere konkrete Hebel für bessere Platzierungen findest du in unserer Sammlung Google Ranking verbessern.
Wir bei Eazy Media begleiten KMU aus Karlsruhe und ganz Baden-Württemberg genau dabei: vom ersten Keyword-Workshop über die Content-Planung bis zur finalen Umsetzung auf einer schnellen, sauber strukturierten Website. Wenn du nicht bei null starten willst, lass uns gemeinsam deine Keyword-Strategie aufsetzen — messbar, realistisch und auf deinen Betrieb zugeschnitten.
