Du schaltest Anzeigen, postest auf Social Media oder investierst in SEO – aber aus Besuchern werden keine Kunden? Dann fehlt dir vermutlich eine überzeugende Landingpage. Hier erfährst du, wie du eine Landingpage erstellst, die wirklich konvertiert.
Eine Landingpage ist eine eigenständige Webseite mit einem einzigen Ziel: Besucher zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Das kann eine Kontaktanfrage sein, eine Newsletter-Anmeldung, ein Download oder ein Kauf. Im Gegensatz zu einer normalen Website-Seite gibt es auf einer Landingpage keine Ablenkungen – kein Hauptmenü, keine Sidebar, keine weiterführenden Links.
Der Grund ist einfach: Je weniger Optionen ein Besucher hat, desto wahrscheinlicher führt er die gewünschte Aktion aus. Studien zeigen, dass Landingpages mit einem einzigen Call-to-Action eine bis zu 266 Prozent höhere Conversion Rate erzielen als Seiten mit mehreren Handlungsoptionen.
Viele Unternehmen leiten ihren Werbe-Traffic auf die Startseite – und verschenken damit Potenzial. Deine Homepage richtet sich an verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Sie informiert, navigiert und gibt einen Überblick. Eine Landingpage hingegen spricht exakt eine Zielgruppe an und verfolgt exakt ein Ziel.
Stell dir vor, du bist Zahnarzt in Karlsruhe und schaltest eine Google-Ads-Anzeige für professionelle Zahnreinigung. Klickt jemand auf die Anzeige und landet auf deiner allgemeinen Startseite, muss er sich erst orientieren, das richtige Angebot finden und dann zum Kontaktformular navigieren. Bei einer gezielten Landingpage sieht er sofort das Angebot, den Preis, Bewertungen und einen Buchungsbutton – alles auf einer Seite, ohne Umwege.
Du hast etwa drei Sekunden, um die Aufmerksamkeit deiner Besucher zu gewinnen. Deine Headline muss deshalb sofort klar machen, welchen konkreten Nutzen der Besucher bekommt. Vermeide vage Aussagen wie „Willkommen bei uns“ und formuliere stattdessen nutzenorientiert: „Professionelle Zahnreinigung in Karlsruhe – in 45 Minuten zu strahlendem Lächeln“. Die Headline sollte dein Haupt-Keyword enthalten und gleichzeitig ein Versprechen abgeben.
Menschen verarbeiten Bilder 60.000-mal schneller als Text. Dein Hero-Bild oder -Video sollte dein Angebot emotional transportieren. Zeige das Ergebnis, nicht den Prozess: nicht das Werkzeug, sondern den zufriedenen Kunden. Achte dabei auf schnelle Ladezeiten – ein Hero-Bild im modernen AVIF- oder WebP-Format mit maximal 200 KB ist ideal. Mehr zur Optimierung von Ladezeiten und Core Web Vitals findest du in unserem Guide.
Deine Besucher interessieren sich nicht für deine Technologie oder deine Prozesse. Sie wollen wissen: Was habe ich davon? Statt „Wir verwenden modernste Ultraschalltechnologie“ schreibe „Schmerzfreie Behandlung in unter einer Stunde – ohne unangenehmes Kratzen“. Formuliere drei bis fünf klare Vorteile, die direkt den Schmerzpunkt deiner Zielgruppe adressieren.
Bevor jemand bei dir kauft oder eine Anfrage stellt, will er wissen: Kann ich diesem Unternehmen vertrauen? Die wirkungsvollsten Trust-Elemente sind echte Kundenbewertungen mit Namen und Foto, Logos bekannter Kunden oder Partner, Gütesiegel und Zertifizierungen sowie konkrete Zahlen wie „Über 500 zufriedene Kunden in Karlsruhe“. Platziere diese Elemente nah am Call-to-Action – direkt dort, wo die Kaufentscheidung fällt.
Der CTA-Button ist das wichtigste Element deiner Landingpage. Er sollte visuell hervorstechen, eine handlungsorientierte Beschriftung tragen und den nächsten Schritt klar benennen. Statt „Absenden“ verwende „Jetzt kostenloses Angebot anfordern“ oder „Termin in 30 Sekunden buchen“. Platziere den CTA above the fold – also im sichtbaren Bereich ohne Scrollen – und wiederhole ihn am Ende der Seite.
Jedes zusätzliche Formularfeld kostet dich Conversions. Frage nur die Informationen ab, die du wirklich brauchst. Für eine Erstanfrage reichen oft Name und E-Mail-Adresse. Jedes weitere Feld reduziert die Conversion Rate um durchschnittlich 11 Prozent. Wenn du mehr Daten brauchst, sammle sie im Nachgang – nicht auf der Landingpage.
Entferne alles, was von deinem Conversion-Ziel ablenkt: das Hauptmenü, den Footer mit Dutzenden Links, Sidebar-Widgets, Social-Media-Buttons. Jeder Link ist ein Fluchtweg. Die einzigen klickbaren Elemente sollten dein CTA-Button und rechtlich erforderliche Links wie Impressum und Datenschutz sein.
Bevor du ein einziges Wort schreibst, beantworte zwei Fragen: Was soll der Besucher tun? Und wer genau ist dieser Besucher? Je präziser du diese Fragen beantwortest, desto überzeugender wird deine Landingpage. Für unterschiedliche Zielgruppen oder Angebote erstellst du separate Landingpages – eine generische Seite für alle funktioniert selten.
Folge dem bewährten AIDA-Prinzip: Attention (Headline fängt Aufmerksamkeit), Interest (Nutzenversprechen weckt Interesse), Desire (Social Proof erzeugt Verlangen), Action (CTA löst Handlung aus). Diese Reihenfolge spiegelt den natürlichen Entscheidungsprozess wider und führt Besucher intuitiv zum Ziel.
Deine Texte sollten den Leser direkt ansprechen – verwende „du“ statt „man“ oder „wir“. Schreibe kurze Sätze und Absätze. Nutze konkrete Zahlen statt vager Versprechen. Und formuliere immer aus der Perspektive des Kunden: nicht „Wir bieten erstklassigen Service“, sondern „Du bekommst innerhalb von 24 Stunden eine persönliche Antwort“.
Deine Landingpage muss auf allen Geräten perfekt funktionieren – über 70 Prozent der Zugriffe kommen heute von Smartphones. Nutze große, gut lesbare Schrift, ausreichend Weißraum und Buttons, die auf Touchscreens einfach zu treffen sind (mindestens 44 × 44 Pixel). Eine Ladezeit unter 2,5 Sekunden ist Pflicht – langsame Seiten verlieren pro Sekunde Verzögerung bis zu 7 Prozent der Conversions.
Die Kosten hängen stark vom Umfang und der Umsetzungsart ab. Eine einfache Landingpage mit Baukastensystem ist ab 0 Euro möglich, allerdings mit eingeschränktem Design und ohne Conversion-Optimierung. Eine individuell gestaltete Landingpage vom Freelancer kostet zwischen 800 und 2.500 Euro. Eine strategisch konzipierte Landingpage von einer Agentur mit Texterstellung, Design und Conversion-Optimierung liegt bei 2.000 bis 5.000 Euro.
Der Unterschied liegt im Detail: Eine Agentur liefert nicht nur ein Design, sondern auch die strategische Konzeption, A/B-Test-fähige Strukturen und SEO-Grundlagen. Mehr zu Website-Kosten und Budgetplanung erfährst du in unserem ausführlichen Budget-Guide.
Zu viele Ziele auf einer Seite. Jede Landingpage braucht genau ein Conversion-Ziel. Wenn du gleichzeitig Newsletter-Anmeldungen, Kontaktanfragen und Produktverkäufe willst, erreichst du keins davon effektiv.
Navigation nicht entfernt. Das Hauptmenü auf der Landingpage ist der häufigste Conversion-Killer. Besucher klicken sich durch deine Website statt das Formular auszufüllen.
Keine mobile Optimierung. Über die Hälfte aller Landingpage-Besucher kommt über mobile Geräte. Ein Formular, das auf dem Smartphone nicht funktioniert, ist verschenktes Geld.
Schwacher oder versteckter CTA. Wenn dein Button nicht sofort ins Auge springt oder die Beschriftung unklar ist, konvertiert niemand. Der CTA muss above the fold sichtbar und unmissverständlich sein.
Kein Tracking eingerichtet. Ohne Conversion-Tracking weißt du nicht, ob deine Landingpage funktioniert. Richte Google Analytics, ein Conversion-Event und idealerweise Heatmap-Tracking ein, bevor du Traffic auf die Seite schickst.
Eine Landingpage ist nie fertig. Die besten Ergebnisse erzielst du durch systematisches Testen und Optimieren. Starte mit A/B-Tests: Erstelle zwei Varianten deiner Headline, deines CTA-Buttons oder deines Hero-Bilds und leite jeweils die Hälfte des Traffics auf jede Variante. Schon kleine Änderungen können die Conversion Rate um 20 bis 50 Prozent steigern.
Nutze Heatmaps, um zu sehen, wo Besucher klicken und wie weit sie scrollen. Analysiere die Absprungrate und die Verweildauer. Und vergiss nicht: Die SEO-Grundlagen gelten auch für Landingpages – eine gut optimierte Seite bringt dir langfristig organischen Traffic ohne laufende Werbekosten.
Typische Conversion Rates für Landingpages liegen zwischen 2 und 5 Prozent. Top-performende Seiten erreichen 10 Prozent und mehr. Wenn deine Landingpage unter 2 Prozent liegt, ist das ein klares Signal, dass einer der oben genannten Fehler vorliegt.
Eine durchdachte Landingpage ist eines der wirkungsvollsten Werkzeuge im digitalen Marketing. Sie verwandelt anonyme Besucher in qualifizierte Leads und Kunden – vorausgesetzt, sie ist strategisch aufgebaut und technisch einwandfrei umgesetzt. Starte mit einem klaren Ziel, fokussiere dich auf den Nutzen für deine Zielgruppe und optimiere kontinuierlich auf Basis echter Daten. Der Aufwand lohnt sich: Jede Prozentpunkt-Verbesserung deiner Conversion Rate bedeutet mehr Anfragen und Umsatz bei gleichem Werbebudget.
